Ablionis

Allgemeine Geschäftsbedingungen

JLN Digital Solutions GmbH · Stand: Mai 2026

1. Geltungsbereich

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge zwischen der JLN Digital Solutions GmbH (nachfolgend „Anbieter“) und Unternehmen (nachfolgend „Kunde“) über die Einrichtung und Nutzung der SaaS-Plattform Ablionis. Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende AGB des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, sofern nicht ausdrücklich schriftlich vereinbart.

2. Leistungsgegenstand (Setup & Software)

Der Vertrag gliedert sich grundsätzlich in zwei voneinander unabhängige Leistungsteile:

  1. a) Die einmalige Implementierung, Prozess-Modellierung und individuelle Anpassung der Software an die Bedürfnisse des Kunden (Setup / Werkvertrag).
  2. b) Die fortlaufende Bereitstellung der Software-Lizenzen als SaaS-Dienst sowie der zugehörigen Hosting-Infrastruktur über das Internet (Dauerschuldverhältnis).

Der genaue Funktionsumfang richtet sich nach dem vereinbarten Leistungsumfang sowie den aktivierten Modulen.

3. Vertragsschluss und Laufzeit

Der Vertrag kommt mit der schriftlichen oder elektronischen Auftragsbestätigung des Anbieters zustande. Der Softwarenutzungsvertrag (SaaS) wird auf unbestimmte Zeit geschlossen und kann monatlich zum Monatsende gekündigt werden. Implementierungs- und Setupverträge sind mit Abnahme der Leistung bindend.

4. Vergütung, Ratenzahlung und Terminsverlust

Die Vergütung richtet sich nach den bei Vertragsschluss vereinbarten Preisen zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer. Rechnungen sind innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungsstellung fällig.

Ratenzahlung: Entscheidet sich der Kunde für eine Ratenzahlung der einmaligen Implementierungskosten, stellt dies eine reine Zahlungsstundung dar und ist unabhängig von der fortlaufenden SaaS-Nutzung. Kündigt der Kunde den Softwarenutzungsvertrag vor vollständiger Tilgung der Setup-Raten, so tritt ein sofortiger Terminsverlust ein: Der gesamte noch offene Restbetrag der Implementierung wird mit dem Tag der Vertragsbeendigung sofort zur Zahlung fällig. Eine vorzeitige, vollständige Sondertilgung der Raten durch den Kunden ist jederzeit möglich.

5. Speicherplatz und Fair-Use

In der Basis-Nutzerlizenz ist pro Unternehmen (Mandant) ein inkludiertes Speicherplatz-Kontingent (Fair-Use) für die Dateienablage enthalten. Der genaue Umfang ergibt sich aus dem gewählten Tarif (standardmäßig 50 GB). Bei Überschreitung dieses Limits ist der Anbieter berechtigt, den weiteren Datei-Upload im System technisch zu pausieren, bis der Kunde ein entsprechendes kostenpflichtiges Speicher-Upgrade (z. B. +250 GB oder +1 TB) bucht.

6. Support, Hypercare-Phase und Anpassungen

Die ersten 3 Monate nach der initialen Produktivsetzung gelten als „Hypercare-Phase“. In dieser Zeit sind im Setup vereinbarte, leichte Workflow-Nachschärfungen inkludiert. Nach Ablauf dieser Phase ist technischer Support (Behebung von reinen Systemfehlern) weiterhin kostenfrei. Darüber hinausgehende Prozessberatung, das Anlegen neuer Workflows oder nachträgliche Mitarbeiterschulungen werden als kostenpflichtige Zusatzdienstleistungen nach tatsächlichem Zeitaufwand (Pay-as-you-go) oder über separat gebuchte Service-Pakete abgerechnet.

7. Verfügbarkeit und SLA

Der Anbieter strebt eine Verfügbarkeit der Plattform von 99 % im Monatsdurchschnitt an, gemessen an der Verfügbarkeit am Übergabepunkt Internet. Geplante Wartungsarbeiten werden mit Vorlauf angekündigt und sind nicht auf die Verfügbarkeitsberechnung anzurechnen.

8. Datenschutz und Datensicherheit

Die Verarbeitung personenbezogener Daten des Kunden erfolgt gemäß der DSGVO (EU) 2016/679 und dem österreichischen Datenschutzgesetz. Es wird ein separater Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) abgeschlossen. Alle Daten werden ausschließlich in EU-zertifizierten Rechenzentren (ISO 27001) gespeichert.

9. Nutzungsrechte und Urheberrecht

Der Anbieter gewährt dem Kunden für die Dauer des Vertrags ein einfaches, nicht übertragbares Nutzungsrecht an der Plattform. Eine Weitergabe, Unterlizenzierung oder Vervielfältigung der Software ist untersagt. Das Eigentum am Code verbleibt beim Anbieter.

10. Haftungsbeschränkung

Die Haftung des Anbieters ist auf Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit beschränkt. Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten, begrenzt auf den vorhersehbaren Schaden und maximal auf die im letzten Vertragsjahr geleisteten Software-Gebühren. Die Haftung für Datenverlust ist auf den typischen Wiederherstellungsaufwand bei regelmäßiger Datensicherung durch den Kunden begrenzt.

11. Kündigung und Datenlöschung

Nach Vertragsbeendigung erhält der Kunde eine Frist von 30 Tagen, um seine Daten (inkl. hochgeladener Dokumente) selbstständig zu exportieren. Danach werden alle Daten des Mandanten unwiderruflich gelöscht. Der Anbieter ist berechtigt, den Vertrag aus wichtigem Grund fristlos zu kündigen (insbesondere bei erheblichem Zahlungsverzug).

12. Anwendbares Recht und Gerichtsstand

Es gilt österreichisches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG). Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertragsverhältnis ist das sachlich zuständige Gericht am Sitz des Anbieters, soweit der Kunde Unternehmer im Sinne des UGB ist.

Stand Mai 2026